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Familien der Koschnaewjerdörfer
im achtzenten Jahrhudert.

Nach authentischen Quellen
zusammengestellt von P. Panske.

Families of the Koschnaewjerdörfer
in the 18th Century

Gathered from original sources
by P. Panske

Südöstlich von Konitz, im ehemaligan „Feldschlüssel“ der Tuchler Starostei (wie diese von 1466 bis 1772 bestand), finden sich sieben Dörfer, deren deutsch-katholische Bewohner seit unvordenklichen Zeiten als „Koschnaewjer“ bezeichnet werden. Die Dörfer erscheinen schon in den beiden ältesten polnischen Lustrationen – aus den Jahren 1565 und 1664 – mit der Bezeichnung „deutsch“ versehen (wies niemiecka). Es spricht manches dafür, daß die Vorfahren des Völkchens schon zu Zeiten des deutschen Ritterordens (1310–1466) dort zugezogen sind. Familiennamen haben sie dann höchstens ganz vereinzelt mitgebracht; zumeist werden sie sich noch mit bloßen Vornamen – diese vielfach dialektisch zurechtgestutzt – beholfen und benannt haben. Dabei ist anzunehmen, daß in die neu zugezogene Bevölkerung Reste der vordem dort angesessenen (slawischen) aufgegangen sind: wodurch sich ganz ungezwungen erklärt, daß dieser oder jener Name sich dem Sprachkundigen als aus ursprünglich slawischer Wurzel stammend erweist.

Southeast of Konitz, in what was earlier the "Feldschlüssel" of the Tuchel Starostei (as it was from 1466 through 1772), there are seven towns whose German-Catholic inhabitants who for time immemorial were called "Koschnaewjer." These towns appeared already in the two oldest Polish lustrations [purifications] – in 1565 and 1664 – with the designation of "German" (indicated 'niemeika' [Polish word for German]). Some say that the ancestors of these people had already moved there at the time of the German [Teutonic] Knightly Order (1310-1466). Family names at that time were rarely brought with them. Usually they made do calling one another with only first names – often altered by dialect. It may be supposed that with the new population comiing in, the remainder of the previous (Slavic) residents disappeared: which very easily accounts for the fact that this or that name proves to be of slavic origen to those proficient in languages.

Aus früheren Jahrhunderten vermögen wir denn auch nur vereinzelt Familiennamen festzustellen. Noch zu Ordenszeiten (1453) urkundet Katherina die Brüchmansche vom Franckenhagen. 1497 heißt der Lichtnauer Schulz Nickel Reyncke. 1536 kauft das Granauer Schulzengut Andres Rode. 1575 sitzt schon auf dem Cekziner Schulzenhof die Familie Stolpmann. 1595 ist Schulz zu Osterwik Andreas Rizop, die Kirchenvorsteher daselbst heißen Michael Patin und Urban Rinck. 1611 urkunden Andres Paczke und sein Sohn Greger aus Cekzin. Im Jahre 1635 bekunden Michel Schriver und Bartel Forley, jener 60, dieser 67 Jahre alt, beidc Ratmänner des Dorfes Frankenhagen, unter Eid, daß Thomas Jersz, Sohn des weiland Simon Jerszen, gewesenen Priesterbauers und Schöffen im königlichen Dorfe Frankenhagen, guter deutscher Geburt sei, auch keiner wendischen noch anderer tadelhaften Art und Geschlechtes. 1637 erhält Stanislaw Giersz, Müller zu Frankenhagen, ein Privileg vom König Wladislaw IV., unter Hervorhebung des Umstandes, er habe mit nicht geringen Kosten die Mühle nach dem Tode seines Vaters restauriert. Im nämlichen Jahr (1637) werden in Sachen der Tuchler Schloßbraugerechtigkeit u. a. als Zeugen vernommen der Krüger Georg Berendt aus Osterwik (74 Jahre alt), ein gleichnamiger Schöffe des gedachten Dorfes (etwa 70 Jahre), Georg Wrögel, Ratmann daselbst (etwa 60 Jahre), Lorenz Schmölter, Ratmann von Schlagentin (70 Jahre), Georg Srifer, Bauer aus Lichtnau (etwa 80 Jahre), Gregor Reinicke, Schöffe ebendaher (etwa 70 Jahre), Johann Patzke (etwa 70 Jahre), Georg Musolff, Schöffe von Granau (49 Jahre), Meves Forley, Gärtner aus dem Dorf Frankenhagen (40 Jahre), Lorenz Klinger, Einlieger (inquilinus) aus Petztin (mehr als 70jährig). Alle diese leisten den Eid in deutscher Sprache.

 From earlier centuries, we are able to only identify isolated family names. Catherine the Brüchmansche from Frankenhagen" is documented all the way back in the time of the Knightly Order (1453). In 1497 came the Lichtnauer Schulz Nickel Reyncke. 1536 brought the Granauer Schulzengut Andres Rode. By 1595, the Stolpmann family already possessed the Schulzenhof in Cekzin.

Above are the first two paragraphs of a 42 page article
that can be found at the Family History Library in Salt Lake City
in a book with the call number 943.82 D2p
Film #0845440